Die Nachwehen des historischen Champions-League-Spiels zwischen Fenerbahçe und der AS Roma in Kadıköy sind weiterhin spürbar. Während des intensiven 1:1-Unentschiedens traf eine von der Tribüne geworfene Wasserflasche Cheftrainer İsmail Kartal am Kopf. Dies löste eine schwere Krise aus, die den erfahrenen Trainer dazu veranlasste, nach dem Spiel seinen Rücktritt zu erklären. Während Präsident Aziz Yıldırım das Rücktrittsdrama schnell löste, schritt die rechtliche Aufarbeitung des Vorfalls zügig voran. Die Sicherheitskräfte werteten die Überwachungskameras des Stadions und die Fernsehbilder Sekunde für Sekunde akribisch aus und konnten den Täter, der den Gegenstand geworfen hatte, schnell identifizieren. Der Verdächtige wurde gefasst und auf Grundlage des Gesetzes Nr. 6222 zur Verhütung von Gewalt und Unruhen im Sport in Gewahrsam genommen. Während der Verdächtige auf der Polizeiwache vernommen wird, muss er mit harten rechtlichen Sanktionen rechnen, allen voran mit einem langen Stadionverbot. Der Vorstand von Fenerbahçe erklärte, man werde das rechtliche Verfahren aufmerksam verfolgen und gegen derartige Akte des Hooliganismus, die dem Verein schaden und die Motivation der Mannschaft stören, mit aller Härte vorgehen. Die türkische Sportöffentlichkeit forderte unisono null Toleranz für Gewalt.
BILD: FANATİK
Tuna Başkan
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